Luxusimmobilien Venedig - Über den Luxus in der Lagunenstadt

Die demografischen Daten Venedigs werden ebenso intensiv diskutiert wie die Zukunft der Lagunenstadt. Rund 60.000 Einwohner zählt Venedig heute, sein Gegenüber, Mestre, mittlerweile an die 200.000. Abwanderung erzeugte in den vergangenen Jahrzehnten zunehmenden Leerstand – allerdings auch einen Markt für eine internationale Klientel, die ein größeres Budget in eine klassische Palazzo-Wohnung zu investieren bereit ist. Marktteilnehmer für Luxusimmobilien in Venedig sind viele: italienische Eigentümer, internationale Investoren und Entwickler – selten einmal auch eine private Klientel, die sich von ihrer Immobilie in Venedig trennen möchte, weil sich ihr Leben auf zu viele Wohnsitze weltweit aufteilt.

Dies ist bei der Villa Bianca am Lido der Fall: Die Eigentümer nutzen das prächtige Objekt im Stil der Art nouveau aus ihrer Sicht zu selten. Schwer verständlich eigentlich, denn der Ort hat eine besondere Ausstrahlung: Von den Schlafzimmern aus schweift der Blick bis zum Turm der Markuskirche. Ein privater Bootsanlegeplatz liegt nur 30 Meter von der Gartentür entfernt. Die Villa Bianca steht mit 14 Millionen Euro zu Buche und wird über das in Velden und Wien ansässige Immobilienunternehmen Living De Luxe Real Estate vertreten.

International und kunstsinnig

Viele schätzen die Stadt nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern speziell jetzt, im mystischen Nebel, im klarkalten Licht, mit menschenleeren Wasserstraßen. Kunstaffine treibt ohnedies die Nähe zu Biennale, Museen und Sammlungen – und freilich zur Baukunst. Vor allem dann, wenn ein Objekt von Grund auf restauriert und unter Schonung der Substanz auf die Höhe der Zeit gebracht worden ist. So ein Beispiel stellt der Palazzo Molin dar, an dem bereits Wolfgang Amadeus Mozart Gefallen gefunden hat. In den vergangenen Jahren wurde das Objekt aufwendig restauriert und in 17 großzügige Appartements aufgeteilt – eines davon 21 Meter lang. Ein paar wenige Wohnungen sind noch zu haben, bestätigt Thomas Hopfgartner von Living De Luxe Real Estate.

Mit dem Boot unterwegs

Der eigentliche Haupteingang zum Palazzo Molin liegt zum Wasser hin, man legt mit dem Bootstaxi an. Kommt man zu Fuß, eröffnet sich hinter der Tür unerwartet ein großer idyllischer Innenhof. Dann geht es weiter in eine riesige Lobby, in der es sich die Bewohner auf Sofas gemütlich machen können, Post durchschauen, Wünsche deponieren: Während an anderen luxuriösen Freizeitwohnorten Concierge-Service üblich ist, wird es in Venedig hier erstmals in diesem Umfang angeboten. Die Musterwohnung im ersten Stock steht für einen Stil, der das Moderne mit dem traditionell Venezianischen verbindet: glänzende Terrazzoböden.

Hohe Preise

Preislich muss man sich rund um eine Schwelle von 10.000 Euro für den exklusiven Quadratmeter einrichten. Aber Größe ist für den Käufer nicht immer entscheidend, erklärt Hopfgartner: „Ausschlaggebender als die Anzahl der Quadratmeter ist die Tatsache, dass man etwas vom Umfeld sieht.“ Zudem werde anders gemessen – in Italien werden nicht die Netto-, sondern die Gesamtflächen angegeben. Aussicht ist das eine. Es kommt aber auch auf die Lage an, mag die Stadt als Gesamtes noch so fantastisch sein: Besonders gefragt sind die Logenpositionen am Canal Grande, wo ein Palazzo schon einmal um 15 bis 20 Millionen Euro seinen Käufer findet. Auch im Stadtteil Dorsoduro sollte der Interessent für ein ganzes Objekt an die 18 Millionen Euro eingesteckt haben.

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