Immobilien in Venedig: Der Ausblick zählt mehr als der Preis

Wie bestellt fährt unten am Fenster der Gondoliere vorbei. Dass er im Schlepptau eine Gruppe von Japanern hat, muss man großzügig übersehen. Dafür ist der Blick hier oben im zweiten Stock des Palazzo Molin in San Marco einfach zu malerisch. Fünf Jahre lang wurde das Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, in dem auch schon Wolfgang Amadeus Mozart gewohnt hat, restauriert und bietet heute Platz für 17 Apartments. Etwa die Hälfte ist bis jetzt verkauft.

Wer in Venedig eine Immobilie sein Eigen nennen will, muss laut dem Immobilienportal Idealista neben Sardinien die höchsten Quadratmeterpreise in Italien auf den Tisch legen: Durchschnittlich 4383 €. Bei gehobenen Objekten fängt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 10.000 € an, am Canale Grande sind es bis zu 40.000 €. „Der Quadratmeterpreis ist bei solchen Immobilien nicht so wichtig. Wesentlich ist, was man sieht, wenn man aus dem Fenster schaut und wie das historische Umfeld ist“, sagt Thomas Hopfgartner, Geschäftsführer des in Wien und Velden ansässigen Immobilienunternehmen Living de Luxe Real Estate.

Der Luxusmakler steht auf der winzigen Palazzo-Terrasse, die zu einem riesigen Salon führt: 340 Quadratmeter Wohnfläche, knapp sechs Meter hohe Decken. Wer von der einen Seite des Raumes zur anderen geht, legt stolze 21 Meter zurück. „Die Immobilie eignet sich perfekt für einen Kunstsammler“, sagt Hopfgartner. Um fünf Millionen € gibt es nicht nur den riesigen Salon, sondern auch zwei Schlafzimmer, ein Esszimmer und drei Badezimmer. 3,2 Millionen € kostet das Penthaus weiter oben – 240 Quadratmeter Wohnfläche und Traumblick inklusive. Bis zum Markusplatz sind es fünf Gehminuten. „Natürlich fragt nicht jede Woche jemand an. Gesucht wird immer etwas typisch venezianisches. Terrasse oder Balkon sind sehr gefragt.“

Stabiler Markt

Etwa 60.000 Einwohner zählt Venedig heute, 200.000 wohnen in Mestre. Der Immobilienmarkt ist gut in Bewegung, die Auslagen der Maklerbüros sind voll. Besondere Objekte wie etwa ein Palazzo – der Palazzo Molin wurde von der Stadt verkauft – kommen hingegen nur alle zwölf bis 15 Jahre auf den Markt. Durchschnittlich wechseln Immobilien zwischen einer und zwei Millionen € den Besitzer – nach oben gibt es kaum Grenzen. Aktuell steht ein 4000 Quadratmeter großer Palazzo um 60 Millionen € zum Verkauf. „Das ist ein Museum“, sagt Hopfgartner.

Wer lieber Abstand zu den Touristen hält, wird am Lido fündig. Hier steht um 14 Millionen € die 1920 gebaute Villa Bianca mit privatem Bootsanlegeplatz, Garten und Dachterrasse zum Verkauf. Sieben Schlafzimmer gibt es. Genutzt werden sie vom Besitzer kaum noch, daher der Verkauf. „Das braucht Zeit. Das könnte auch Jahre dauern“, glaubt Hopfgartner, der auch zwei private Inseln in der Lagune im Portfolio hat. Kostenpunkt: Neun Millionen €.

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